ÿþ<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/loose.dtd"> <HTML> <HEAD> <TITLE>Forum Recht</TITLE> <meta name="description" content="Forum Recht - Das rechtspolitische Magazin für Uni und soziale Bewegungen. 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Legitimiert wurde die staatsanwaltliche Aktion durch Söllners angeblichen Verstoß gegen § 86 a Abs.1 Nr.1 Strafgesetzbuch (StGB), nach dem die Verwendung und Verbreitung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen mit Freiheits- oder Geldstrafe sanktioniert werden. Mit dem Einspruch, dass § 86 StGB und § 86 a StGB in diesem Fall keine Anwendung fänden, verwies das Landgericht Traunstein auf das Grundrecht der Meinungsfreiheit und erklärte die Hausdurchsuchungen im Juni 2006 für rechtswidrig.<br> Zunächst schien es, als sei sich die Rechtssprechung in dem Sinne einig, dass auf ein strafrechtliches Verfahren verzichtet werde, insofern die Symbolik im Rahmen der Sozialadäquanzklausel Anwendung fände und der unbefangene Beobachter die Ablehnung faschistischer Ideologien erkennen könne. Das im September 2006 eingeleitete Verfahren des Stuttgarter Landgerichtes gegen einen Versandhändler der Punk-Szene des  Nix Gut Verlages zeigte jedoch das Gegenteil. Wegen der Verbreitung von T-Shirts und Buttons mit durchgekreuzten Hakenkreuzen wurde der Angeklagte zu einer Geldstrafe in Höhe von 3600 Euro verurteilt und 16000 Artikel aus seinem Sortiment sichergestellt.<br> Nach Meinung der Richter verfolgt die Vorschrift des § 86a Abs. 1 Nr. 1 StGB den Zweck, diese Symbolik vollständig zu tabuisieren. Das Hakenkreuz solle nicht als modisches Accessoire verwendet werden. Der Massenvertrieb von Anti-Nazi Symbolen trage ferner zu der  Gefahr eines Gewöhnungseffektes bei und schaffe Verwirrung im Ausland. Meinungs- und Gewerbefreiheit seien in diesem Sachverhalt unterrangige Rechte des Händlers.<br> Das Urteil des Landgerichts Stuttgart stieß auf scharfe Kritik. Die Grünen protestierten gegen diesen  Schildbürgerstreich der Justiz , der Rechtsunsicherheit schaffe sowie das Engagement gegen Rechtsextremismus kriminalisiere, und forderten eine Präzisierung des Gesetzestextes zum Schutz antifaschistischer Überzeugungen.<br> Fraglich ist, ob die Publikation von leicht veränderten Symbolen verfassungswidriger Organisationen verboten sein sollte, wenn deren konkrete Verwendung der Abwehr faschistischer Ideologien dient und dem Schutzzweck der gesetzlichen Norm nicht zuwiderläuft. Evident ist, dass es kein einheitliches juristisches Verfahren im Umgang mit der angesprochenen Symbolik gibt. Es wird Aufgabe des Bundesgerichtshofs sein, das Urteil des Stuttgarter Landgerichts zu überprüfen und eine angemessene Lösung zu finden.<br> <h4>Katharina Helen Meier, Freiburg</h4> <!-- BIS HIERHER DEN JEWEILIGEN SEITENINHALT EINFÜGEN --> </div> </TD> <TD width="74">&nbsp;</TD> </TR> <TR> <TD>&nbsp;</TD> <TD>&nbsp;</TD> <TD> &nbsp;<br>&nbsp;<br><p class="textinbox" style="margin-left:26px;">Besucht auch unsere Partnerseite</p> <a href="http://www.linksnet.de/"><img src="layout/linksnet_02_468x60.gif" border="0" width="468" height="60" align="left" style="margin-left:26px;"></a> &nbsp;<br>&nbsp;<br>&nbsp;<br>&nbsp;<br>&nbsp;<br>&nbsp;<br> </TD> <TD>&nbsp;</TD> </TR> </TABLE> </BODY> </HTML>